Übergangszeit: Plötzliche Wetterwechsel und ihre Folgen für die Atmung

Die Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst bringen nicht nur wechselhafte Temperaturen mit sich, sondern stellen auch eine Herausforderung für die Atemwege deines Pferdes dar. Diese plötzlichen Wetterwechsel können gesundheitliche Auswirkungen haben, die oft unterschätzt werden. Warum ist das so, und wie kannst du dein Pferd in dieser sensiblen Zeit optimal unterstützen?

Wetterwechsel und ihre Auswirkungen auf die Atemwege

Temperaturschwankungen sind in der Übergangszeit keine Seltenheit. Innerhalb weniger Stunden kann es von warm und sonnig zu nass und kalt wechseln. Für Pferde bedeutet das eine zusätzliche Belastung, denn ihre Atemwege sind empfindlich und auf stabile Bedingungen angewiesen. Kalte Luft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Reize wie Staub und Schmutz. Gleichzeitig fördern warme und feuchte Bedingungen das Wachstum von Schimmel und das Aufwirbeln von Pollen – zwei Faktoren, die insbesondere bei empfindlichen oder allergischen Pferden Probleme verursachen können.

Eine weitere Herausforderung in der Übergangszeit ist die Veränderung der Stall- und Weidezeiten. Während Pferde im Sommer oft den Großteil des Tages auf der Weide verbringen, erhöht sich mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen häufig die Zeit auf dem Paddock oder der Weide. Eine schlechte Belüftung oder eine hohe Staubbelastung im Stall kann die Atemwege zusätzlich strapazieren. Diese Kombination aus wechselnden Temperaturen und den folgen wie Pollen oder Staub kann zu gereizten Atemwegen führen und Symptome wie Husten, Nasenausfluss oder Atemgeräusche hervorrufen.

Die Bedeutung der Atemwege für die Pferdegesundheit

Die Atemwege sind für Pferde essenziell, nicht nur für die Versorgung mit Sauerstoff, sondern auch als Barriere gegen Schadstoffe. Gesunde Schleimhäute und gut funktionierende Flimmerhärchen tragen dazu bei, Staub, Pollen und Mikroorganismen aus der Lunge fernzuhalten. Sind diese Schutzmechanismen jedoch geschwächt, können sich Schadstoffe in den Atemwegen festsetzen, was zu Entzündungen, Husten und in schweren Fällen zu chronischen Erkrankungen wie Equinem Asthma führen kann.

Wie können wir unsere Pferde in der Übergangszeit unterstützen?

Als Pferdebesitzer haben wir viele Möglichkeiten, unsere Vierbeiner durch die Übergangszeit zu begleiten und ihre Atemwege zu schützen.

1) Staubreduzierung

Eine staubfreie Umgebung ist das A und O. Heu sollte vor der Fütterung angefeuchtet oder bedampft werden, um Staub und Schimmelsporen zu reduzieren. Staubfreies Einstreu und eine regelmäßige Reinigung der Box minimieren die Belastung zusätzlich.


Tipp: Mit einem Ammoniak-Test kannst du ganz einfach selber die Ammoniakbindung deiner Einstreu messen. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

2) Gute Belüftung im Stall

Auch die Belüftung im Stall spielt eine entscheidende Rolle. Frische Luft ohne Zugluft hilft, Schadstoffe aus dem Stall zu entfernen und ein angenehmes Klima zu schaffen.

3) Pollenflug prüfen

Ab Ende Januar startet für gewöhnlich die Pollenzeit. Hier ist es sinnvoll, sich einen Überblick zu verschaffen, wann welche Pollen blühen. Diverse Internetseiten, Wetterplattformen und Apps geben Einblicke und können auch die stärken des Pollenflugs je nach Region angeben.


Tipp: Nutze das Hustentagebuch, um Symptome, Wetterverältnisse und vieles mehr zu dokumentieren.

4) Inhalation zur Pflege der Atemwege

Die regelmäßige Pflege der Atemwege kann in der Übergangszeit besonders wichtig sein. Inhalationen mit Lösungen wie bitopEQUI LUNG Complete befeuchten die Schleimhäute, fördern den Schleimabtransport und helfen, die natürlichen Abwehrmechanismen der Atemwege zu stärken. Besonders bei Pferden, die bereits unter Atemwegserkrankungen leiden, können solche Maßnahmen einen großen Unterschied machen.


Tipp: Du weißt, dass dein Pferd auf Pollen reagiert? Nicht nur akut macht eine Inhalation sinn - auch präventiv kann sie von großer Wichtigkeit sein. Sorge vor und fange also frühzeitig mit der Inhalation an. So können die Schleimhäute auf die kommenden Reize vorbereitet werden.


Unsere Empfehlung:

Dhs.
124.00
 
Dhs.
Zur täglichen Unterstützung bei Husten, Allergien und Equinem Asthma.

5) Regelmäßige Bewegung 

Bewegung an der frischen Luft ist eine weitere Möglichkeit, die Atemwege zu unterstützen. Leichte Arbeit hilft, Schleim in den Atemwegen zu lösen und abzutransportieren. Gleichzeitig stärkt die Bewegung das Immunsystem, was besonders in der Übergangszeit wichtig ist, wenn das Wetter schwankt und die Pferde anfälliger für Atemwegsprobleme sind.

6) Training anpassen

Bewegung ist wichtig, sollte aber immer auf den Gesundheitszustand des Pferdes abgepasst werden. Gibt es einen Temperaturumschwung oder fliegen Pollen, so kann man optimalerweise vor der Bewegung die PAT-Werte des Pferdes messen. Je nach Ergebnissen kann dann das Training aufgebaut werden.


Tipp: Kennst du schon unser Webinar mit Veronika Klein zum Thema Training und Unterstützung für lungenkranke Pferde?

Wann ist ein Tierarzt notwendig?

Obwohl viele Atemwegsprobleme durch gute Pflege und Management verhindert werden können, gibt es Situationen, in denen ein Tierarzt hinzugezogen werden sollte.

Anhaltender Husten oder Atemgeräusche

Stark erhöhter oder erschwerter Atemrhythmus

Gelber oder eitriger Nasenausfluss

Allgemeine Schwäche oder Fieber

Inhalation ist eine therapeutische Maßnahme und kann bei solchen Symptomen keinen Besuch des Tierarztes ersetzen. 

Fazit

Die Übergangszeit kann für die Atemwege deines Pferdes eine Herausforderung sein, mit den richtigen Maßnahmen kannst du aber bestmöglich unterstützen. Achte auf eine staubfreie Umgebung, frische Luft und ausreichende Bewegung, um die natürlichen Abwehrmechanismen der Atemwege zu fördern. Beobachte dein Pferd genau – und handle frühzeitig, um größere Probleme zu vermeiden.

Melde dich jetzt zu unserem Newsletter an, um neuste Blogbeiträge und spannende Neuigkeiten als erstes zu erhalten.

expand_less